Lampenschirme in einer Bar am Britomart Auckland

Weil Auckland irgendwie doch eine Großstadt ist

artete mein „ruhiges Wochenende zu Hause“ ein wenig aus: Viel gefeiert, viel bezahlt, viel gelacht und viel zu wenig geschlafen. Meine Wochenenden beginnen immer schon am Mittwochabend – und da nun die Vorlesungen mehr oder weniger vorbei sind, hören sie eigentlich nicht am Sonntag auf.

Donnerstags war ich mit Caro und einigen Praktikanten unterwegs, wir waren in mehreren Bars, u.a. in einer sehr stylischen:

Lampenschirme in einer Bar am Britomart Auckland

Also, wenn ihr antike Lampenschirme loswerden wollt, ich nehme sie gerne; so wie im Foto wird der Salon in meiner Villa dann gestaltet, hehe.

Freitag war ich auf meiner ersten All American Party – Chris, ein Amerikaner wurde 26 und zu diesem Anlass wurde dekadent der VIP-Bereich eines Clubs gemietet und ungefähr alle Internationals eingeladen (wir sind weit über 100). Tja, ich kannte Chris zwar nicht, aber dafür den Partyveranstalter… Hatte hohe Erwartungen an die Party – und wenn ich auch mit mehr Leute gerechnet hätte: Im Grunde wurden sie erfüllt. Um 3:00am war ich zu Hause.

Im Eden Park Stadion zum Rugbyspiel

Am Samtagabend habe ich meine Liebe zum Rugby entdeckt! Wir haben die Auckland Blues live (verlieren) gesehen. Jaaa, das Spiel ist brutal. Aber das macht es gleichzeitig auch actionreich und spannend!

Haus in Howick, dem historischen Zentrum von Auckland

Sonntag wurde der Kultur gewidmet, ich war mit im historischen Dorf Howick am Rande Aucklands. Historisch bedeutet in dem Fall: Gebäude aus dem 19. Jahrhundert… Neuseeland liebt seine junge Geschich und hat Howick detailreich restauriert. Außerdem haben Caro, Caitlin und ich abends bei mir gekocht – Pasta mit Spinat-Ricotta-Sauce und gerösteten Pinienkernen, dazu gab es „High Fidelity“ aus der endlos riesigen DVD-Sammlung meines Mitbewohners.

Montag war ich im meinem ersten Outletcenter ever, Dressmart! Und ich habe schon ein bisschen zugeschlagen… oh je, ich muss eine ganze Menge alte Sachen hier lassen, fürchte ich. Das passt sonst niemals alles in meinen Koffer!

Ausbeute aus dem Outletcenter Auckland

Am Abend wurde ich nach einem Gruppentreffen für Maori von Luis eingeladen, mit ein paar Mexikanern Eis essen zu gehen, um 9 Uhr abends im überteuerten Mövenpick (ich musste erstmal erzählen, dass ich sowas in Deutschland umsonst bekomme). Aber es war sooo lustig! Und das Geniale: Natürlich haben die Mexikaner nicht durchgängig Englisch gesprochen – ich war ja die einzige „Ausländerin“. Somit hatte ich gratis Spanischunterricht und habe erstaunlich viel verstanden. Obwohl ich vorgewarnt wurde, dass sie eine Menge Slang einbauen würden… Ich liebe es, kulturelle Unterschiede zu bemerken, gerade wenn diese nicht gravierend sind.

Neuseeländisches Logo von Mövenpick

Zum Beispiel: Das Mövenpick-Ö zeigt eine Möwensilhouette; ist jedem Deutschsprechenden klar. Als die eine Mexikanerin sich laut fragte, was bloß das Zeichen über dem „Ö“ sein soll, dauerte es lange, bis ich gecheckt habe, dass ihre Frage ernst gemeint war!

Und angeblich gibt es schwarze und weiße Mexikaner. Ich meinte verwirrt, dass ich den Unterschied nicht wirklich sehen würde und außerdem im Vergleich zu mir ohnehin alle Anwesenden „schwarz“ seien. Kommentar: „Rassist.“ Natürlich scherzhaft gemeint!! Freitag bin ich zum Mexican Dinner eingeladen.

Abgesehen davon: Als ich mit Luis zu dem Café gegangen bin, wechselte er ohne ersichtlichen Grund (also etwa Laternen, Autos, Menschen) plötzlich von meiner linken auf die rechte Seite. Ich muss komisch geguckt haben, denn er erklärte daraufhin sofort: Ein Mexikaner darf NIEMALS das Mädchen direkt an der Straße gehen lassen! Das musste ich im Folgenden natürlich erstmal durch provozierende Seitenwechsel meinerseits überprüfen; und wenn sich Carlos und Felix nicht mit Luis abgesprochen haben, dann sind alle Mexikaner in dieser Hinsicht wirklich Gentlemen.

Alles in allem kann also auch ein Wochenende zu Hause echt spannend sein, aber trotzdem: Wochenenden außerhalb der Stadt sind noch besser!

Love u

P.S.: Erwähnte ich, dass mein roommate Musiker ist? Das bedeutet öfter mal gratis Livemusik beim Abendessen zu Hause…

0 Comments

  1. Hallo Maria
    Heute habe ich deinen Marathon durch das Auckländer Wochenende gelesen. Es ist erstaunlich das du immer wieder nette Menschen kennen lernst. Wie willst du es nur schaffen, später den Kontakt zu den vielen neuen Freunden aus der ganzen Welt zu pflegen. Aber das bekommst du schon hin. Ansonsten finde ich es erstaunlich, daß es in Auckland Mövenpick-Eis gibt. Aber das ist nicht in Uelzen hergestellt.
    Weiterhin viel Spaß! Ach du hast ja schon Wochenende. Wir lassen uns in der nächsten Woche über die Erlebnisse in deinem Blog überraschen.
    Liebe Grüße Lucas, Mama & Papa!!!

  2. 😀 das gleiche straßenerlebnis das du mit luis hattest hatte ich mit pablo 😀 seriously exactly the same!!
    und wo ist denn diese lampenschirmbar?? würd ich mir gern ansehn 🙂

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