Ich und Lucas und ein Snapchat-Filter

Wir suchen: Reisebegleitung für die Transsibirische Eisenbahn

Bitte nicht direkt enttäuscht sein: Ihr sollt unsere Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn nur online begleiten. Mit den ganzen nötigen Visa seid ihr jetzt sowieso zu spät dran.Doch bevor ihr mit uns – das sind mein Bruder Lucas und guess what, ich – auf unsere erste große gemeinsame Reise startet, ein paar Infos vorab.

Von Moskau bis Hongkong

Erstmal die Eckdaten: Lucas und ich werden ab dem 19. August drei Wochen zusammen unterwegs sein. Von Moskau werden wir mit der Transsibirischen Eisenbahn bis zum Baikalsee fahren. Dabei werden wir mehr als drei Tage am Stück im Zug verbringen. Das ist ja schon mal cool, aber noch lange nicht alles: Anschließend geht es mit der Bahn weiter durch die Mongolei mit Halt in Ulan Bator weiter bis zur chinesischen Küste. Dort werden wir in den Metropolen Peking, Shanghai und Hongkong stoppen. Zwischen den Städten werden wir ebenfalls mit der Bahn reisen. Von Hongkong geht es im Flieger zurück nach Berlin. Mit einem ausreichend langen Stopover in Bangkok.

Soweit zumindest der Plan. Um Geld zu sparen und es etwas spannender zu machen, habe ich den Großteil unserer Zugtickets noch nicht gebucht. Denn das wäre von Deutschland aus nur über eine Internetseite möglich gewesen, die einen mörderischen Aufschlag auf die eigentlichen Ticketpreise verlangt. Bis zum Baikalsee kommen wir auf jeden Fall. Und dann werden wir sehen, ob sich diese Sparsamkeit wirklich auszahlt.

Warum diese Route?

Tja, tatsächlich ist die Reise schon seit vielen Jahren geplant. Angefangen hat alles, wie jede gute Idee, als Witz. Lucas hat als zweite Fremdsprache Russisch gewählt – und nicht Französisch. Wie kann man nur?! Ich fand seine Entscheidung sehr kurios und hatte Schwierigkeiten, sie nachvollziehen zu können. Schließlich ist es mir aber gelungen: „Okay, dann reisen wir zusammen mit der Transsibirischen Eisenbahn durch Russland und du musst alles übersetzen.“ Lucas war einverstanden und erhielt damit meine Erlaubnis, nicht Französisch lernen… Bestimmt bedauert er das insgeheim immer noch. (Lucas sagt: „Nein.“)

Das ist mittlerweile sieben Jahre her. Und jetzt endlich haben wir beide die surreale Kombination aus halbwegs genug Geld und halbwegs genug Zeit, um die Transsib-Reise in die Tat umzusetzen. Aber wenn ich damit beauftragt werde, Fernreisen zu planen, führt schnell ein verrückter Einfall zum nächsten – und prompt schummelten sich zu Russland noch die Mongolei und China hinzu. Liegt ja nahe.

Liberté, inégalité, fraternité

Wenn ihr auf dieser Seite gelandet seid, kennt ihr mich vermutlich. Meinen „kleinen“ (na schön, sechs Jahre jüngeren) Bruder aber wahrscheinlich nicht. Allgemein gilt: Wenn man davon ausgeht, dass jeder Mensch mit jeder beliebigen anderen Person eine gewisse Menge an Gemeinsamkeiten hat und man aus all diesen Mengen einen Mittelwert der Gemeinsamkeiten bilden würde, dann haben Lucas und ich definitiv eine gemeinsame Schnittmenge, die unter diesem Mittelwert liegt. Klingt jetzt irgendwie zu sehr nach sozialwissenschaftlicher Mathematik? Die Tabelle veranschaulicht das Ganze.

VornameLucasMaria
NachnameJuuu, der gleiche!
SprachkenntnisseEnglisch, Russisch, Sarkasmus
Grundlagen in Deutsch
Englisch, Französisch, Portugiesisch
Grundlagen in Chinesisch, Spanisch, Japanisch, Māori
Morgenroutine im BadMindestens 30 Minuten Maximal 15 Minuten
Russlandbesuche10
Social Media skillsSnapchattender digital native (s. Foto)Learning on the job…
Essensvorlieben"Ich esse Spargel gerne in Bacon gerollt mit einem Steak als Beilage.""Ich mag vor allem gebratenen grünen Spargel mit Erdbeeren."
Vegetarier forever!
SportlichkeitBasketballer seit immer, angehender Sportökonom, arbeitet im Fitnessstudio, trainiert im Fitnessstudio, lebt vermutlich im Fitnessstudio."Ich habe damit aufgehört, morgens am Waldesrand zu joggen. Nicht, dass mich ein Jäger aufgrund meiner Eleganz mit einem Reh verwechselt."

Spaß beiseite: Marathonläuferin mit exzentrischem Laufstil und hochengagierte WM-Zuschauerin (Fußball und Rugby)
AlkoholAbstinenz, der Fitness zuliebeIch mach was mit Medien
MusikgeschmackHip Hop, House und dieser Gangsta-RapIndie, Alternative Rock und dieser Mozart
Modestil"Tommy [Hilfiger, Anm. der Autorin] ist ein cooler Boy!"Berliner Flohmärkte

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