Largo do Carmo in Chiado Lissabon

Perspectiva turística

Ich bin inzwischen schon ziemlich genau einen Monat in Lisboa – unglaublich, aber wahr! Irgendwie habe ich total das Zeitgefühl verloren: Zum einen glaube ich, erst gestern angekommen zu sein, aber andererseits habe ich schon so viel gesehen, dass es eigentlich für Jahre reichen könnte…

Ruinas do Convento do Carmo

Largo do Carmo

Weil ich in dieser Stadt wohne, muss ich mich wirklich zwingen, die typischen Touristendinge auszuprobieren. Es kommt mir so lächerlich vor! Aber es muss natürlich sein – und es lohnt sich soooo sehr!

Castelo S. Joao

Römischer Garten

Ich war zum Beispiel auf dem Castelo de São Jorge, das mitten in der Altstadt auf einem der sieben Hügel steht. Der Ausblick ist unvergleichlich, ich habe da obe im Römischen Garten Stunden verbracht.

Alfama e 28

Eléctrico

Genauso unverzichtbar ist eine Fahrt mit der Elétrico 28; das ist eine antike Straßenbahn, die durch die ältesten Viertel Lisboas fährt, durch unvorstellbar enge Gassen und ziemlich steile Hügel hinauf. Am Wochenende ist die Bahn IMMER mit Touristen überfüllt, deswegen sind wir extra Donnerstagvormittag unterwegs gewesen. Laut Plan wollten wir um 9:30 los… Aber wir hatten einen Portugiesen als Stadtführer „engagiert“ – also ging es natürlich erst nach der landesüblichen halben Stunde Verspätung los. Doch es ist unbedingt gut, an fremden Orten einen Einheimischen dabei zu haben, denn so erfährt man ganz nebenbei Dinge, nach denen man nie gefragt hätte, weil sie einem Touristen schlicht nicht auffallen. Aber dank João weiß ich jetzt, wo man den originalsten Ginjinha trinken kann, dass Bürgersteigmosaike „Calçadas portuguesas“ heißen und jeder Stein handgearbeitet wurde, wo es das beste Eis im Chiado gibt und worin der Unterschied zwischen einem Largo und einer Praça besteht.

Calçada portuguesa

Ginjinha

Weil sonntags der Eintritt in Museen frei ist, habe ich den Sonntag zu meinem Kulturtag erklärt. Letzte Woche waren wir im Museo Gulbenkian. Gulbenkian war eigentlich Franzose und hatte ein riesiges Haus in Paris und eine noch größere Sammlung an Antiquitäten, Gemälden etc. In Lissabon sind Teile seiner Sammlung ausgestellt. Außerdem gehört zu dem Museum noch ein Kinosaal. Mehr oder weniger aus Versehen sind wir dadurch in eine Gratisvorstellung eines echt portugiesischen Films geraten…

Gulbenkian

enamorada

Sonst vielleicht noch als kleines Fazit nach einem Monat: Ich kann triviale Unterhaltungen inzwischen komplett auf Portugiesisch führen – aber am besten mit Brasilianern. Portugiesisches Portugiesisch ist zwar leicht zu lesen, aber unmöglich zu sprechen! Oder, um es in der Landessprache zu sagen: „Impossível!“ Wie gesagt, geschrieben sehr leicht zu verstehen. Aber gesprochen klingt das ungefähr wie „mpßiiiwl“…

Naja. Nächsten Monat werde ich neben Präsens hoffentlich auch noch die zwei wichtigsten Vergangenheitsformen anwenden können!

Beijinhos

0 Comments

  1. Liebe Maria, danke, dass wir dich auf deine Streifzüge durch die Stadt begleiten können! Noch ein paar Wochen, dann kannst du uns die herrliche Stadt Lissabon ja im Original zeigen. Wir freuen uns schon wahnsinnig darauf. Bis dahin alles Liebe, Lucas, Papa und Mama.

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