Herbstliche Küste bei Portland, Maine

New England in Burnt Orange

Important things first: Caitlin, I think you’ll have a look at this, so once again: thank you so much for the great weekend! It was so nice to see you, thanks for having me! Please say Hi to Andrew and Buster – and give my love to Myles!! 😉

So, nun zurück ins Deutsche. Ich war am vergangenen Wochenende in New England – oder genauer von Freitag bis Montag in Augusta, Maine.

Fertighäuser

Ich glaube, sehr viel weiter kann man vom zentral gelegenen Texas kaum fliegen. Und Augusta ist nicht gerade die erste Urlaubsadresse, deswegen musste ich auf dem Weg dorthin zweimal den Flieger wechseln, in Dallas und Boston. Boston hat mich übrigens vom Lufteindruck her ziemlich begeistert, das würde ich mir gerne mal „richtig“ ansehen!

Boston von einem Kleinflugzeug fotografiert

Auch sonst war meine Reise schon vor Erreichen des Ziels ziemlich eindrucksreich. Es begann schon in Austin: Als ich nach meinem Halloweenabend endlich Zuhause war, habe ich noch schnell den Busplan gecheckt und mich dabei in der Fahrtrichtung vertan. So stand ich dann leider NICHT zum richtigen und natürlich eigentlich spätmöglichstem Zeitpunkt an der Bushaltestelle gen Austin-Bergstrom Airport… als ich schließlich am Flughafen war, kamen dann noch extra lange Schlangen vor der Sicherheitskontrolle hinzu (warum müssen auch ALLE durch diesen Körperscanner?!). Endlich am Gate, dachte ich „Ah, sind ja noch gar nicht mal so viele Leute da!“ – tja, warum nicht? Weil die alle schon im Flugzeug saßen und das Gate eigentlich schon geschlossen hatte. Die wenigen Leute, die noch warteten, waren sogenannte standby Passagiere, die buchstäblich neben dem Gate warten, dass Fluggäste nicht (rechtzeitig) auftauchen, wie z.B. ich.

Nun, meine Verzweiflung war dann ziemlich groß, was offenbar auch der Mann vom Boarding gemerkt hat. Und wie es das Glück will, war doch auch noch wirklich exakt ein Platz frei, auf den er mich dann in Windeseile und tatsächlich relativ freundlich eingebucht hat. Dann bin ich die Gangway hinuntergerannt, mit dem Typen an meiner Seite, der mir irgendwie währenddessen meinen kleinen Koffer entrissen hat „Den werden wir unten verfrachten!“ (obwohl aufgegebenes Gepäck eigentlich $25 extra kostet). Letztlich habe mich unter Hassblicken der anderen Passagiere, die ja auf mich hatten warten müssen, auf meinen Sitz fallen lassen. Merke: Nicht wenn übermüdet nach Businformationen suchen…

Von da an lief aber eigentlich alles super. Sogar zu gut. Als ich in Boston in mein letztes Flugzeug steigen sollte, wurde vor dem Boarden meine wirklich winzige  Tasche gewogen – den Koffer hatten sie mir ja schon in Austin abgenommen. Daraufhin fragte mich der Typ nach meinem Gewicht und ich dachte erst, ich hätte mich verhört, dann, dass er Witze machte und fragte also: „Ähm, in Kilo oder in pounds? Ich kann es nur in Kilo sagen…“ Das war okay für ihn.

Hätte mich stutzig machen und Indiz sein sollen, dass das nicht der Standardflug wird. Ich dachte mir, dass die nächtliche Cape Air Maschine nach Klein-Augusta sicher nicht sooo voll besetzt sein würde. Aber auf dem Rollfeld stiegen dann 4 (vier) Personen, Pilot mitgewählt, in eine Cessna. Das ist mehr wie Autofahren als fliegen! Aber es war herrlich. Der Pilot hat uns seine dreisekündige Sicherheitseinweisung gegeben und gesagt, dass wir mit etwas Glück die Sterne sehen können und dann ging’s los. Und es war so genial, die Lichter von Boston und tatsächlich, über dir die Sterne! Ich musste dem Passagier hinter mir begeistert mitteilen, dass ich noch nie in einem so kleinen Flugzeug saß – er meinte daraufhin, er hätte mal in Alaska gearbeitet und damit verglichen sei der Flieger eher groß…

Mein Flugzeug von Boston nach Augusta

Blick durch das Cockpitfenster eines Kleinflugzeugs von Augusta nach Boston

Schließlich kam ich dann gegen 20 Uhr nach zehn Stunden unterwegs endlich am „Flughafen“ (bzw. Thairestaurant mit angeschlossener Landebahn) in Augusta an, wo mich Caitlin und Andrew abgeholt haben. Caitlin ist übrigens eine ehemalige Kommilitonin von mir, wir haben beide in Neuseeland ein Auslandssemester gemacht. Es war also ziemlich cool, sie endlich einmal wiederzusehen!

Caitlin and me

Dann jetzt aber endlich zu Maine: Naja, ich wusste nicht so verdammt viel über den Bundesstaat; außer, dass Stephen King dort lebt – in Bangor übrigens, das ist noch etwas nördlicher als die Hauptstadt Augusta. In Augusta gibt es daher auch in Capitol, das so aussieht wie das in Austin und damit auch wie das in Washington, D.C. (one fits all, schön einfach eben).

Herbstliche Straße von Augusta, Maine

Das Regierungsgebäude von Augusta

Auch die Häuser sind einfach; Fertighäuser. Andrew meinte, dass sie in ein, zwei Wochen zusammengesteckt werden können. Ich finde allerdings, sie sehen toll aus, besonders im Herbst, wenn New Englands Staaten in gold-orange-rote Blätter gehüllt sind! Die Farben sind so krass, intensiver als in Deutschland! Aber vielleicht kommt mir das auch nur so vor, weil sich im warmen Austin die foliage nicht bunt färbt. Und dazu der blaue Himmel und die klare, trockene Luft! Saltwater Taffy und Maple Candy! Maine ist ein ziemlich perfektes Urlaubsziel, wenn man mal etwas Ruhe und Entspannung braucht.

Kennebec River bei Augusta Maine

Grüne Brücke über den Kennebec River Augusta

Und Maine liegt am Atlantik! Die Nähe zum Meer war Caitlins Grund, von Vermont dorthin umzuziehen – nach einem halben Jahr Auckland ist es einfach schwierig, die See zu missen… Wir waren am Sonntag beim Cape Elizabeth Lighthouse, dem meistfotografiertesten Leuchtturm Maines. Und wir haben noch einige Fotos hinzukommen lassen, die ich mal für sich sprechen lasse.

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Inzwischen bin ich natürlich schon längst wieder in Austin und im Unistress gelandet… es war wirklich eine schöne Zeit. Doch jetzt möchte ich so unbedingt noch mehr von den USA sehen! Und das ist bereits in Planung…

Ich vor dem Leuchtturm am Cape Elizabeth

P.S.: Auch auf die Gefahr hin, dass die GEMA sich hier in den Weg stellt – das Lied habe ich nur auf youtube gefunden…

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