Westküste der Südinsel von Neuseeland

Go West – Malborough und Fox Glacier

Nun folgt also endlich Teil 2 meines Trips! Endlich erreiche ich auch die Südinsel! Und zwar per „Interislander“ Fähre… die Überfahrt ist aufgrund der vorangegangenen Polarwinde ziemlich stürmisch. Will heißen: Sogar ich muss aufhören zu lesen, um mich voll auf die Bewegungen des Schiffs konzentrieren zu können. Die Wellen sind meterhoch. Das änderte sich zum Glück, als wir uns der Südinsel näherten.

Fährüberfahrt von Wellington nach Picton durch den Cook straight

Skyline von Wellington unter grauem Himmel

Nachdem wir aber den Cook Straight passiert haben, erreichen wir die ruhigen, zerklüften Fiorde der Malborough Region, bekannt für ihren leckeren Wein – und die Tatsache, dass dieser Teil des Landes die meisten Sonnenstunden pro Jahr vorweisen kann. Tatsächlich: Während ich Wellington unter eiskalten Regenschauern verlassen habe, scheint hier die Sonne, es ist fast schon zu warm – und unvergleichlich schön.

Hafen von Picton

Die Überfahrt endet dann leider viel zu schnell in Picton, einem kleinen, ruhigen Seeörtchen. Von dort bringt mich ein Bus quer durch ausgedehnte Weinberge nach Nelson. Dort übernachte ich in einem absoluten Luxus-Hostel (5 Sterne in der Budgetunterkunft-Wertung!). Nelson gefällt mir als Stadt überraschend gut; bescheiden, aber freundlich. Übrigens befindet sich das Zentrum von Neuseeland ganz in der Nähe! Zumindest laut Karte… Klar, da muss ich erstmal hin! Tja, aber typisch Neuseeland war in der Karte keine Rede davon gewesen, dass das Zentrum auf einem Hügel liegt – und wie übertrieben steil dieser ist…

Statue im Zentrum von Neuseeland

Später zurück im Hostel habe ich dann erstmal kochen müssen. Eigentlich wollte ich danach noch ein Glas Wein (Malborough Sauvignon, natürlich) irgendwo trinken, aber ich bin einfach zu müde, um das Hostel noch zu verlassen. Doch wie immer habe ich Glück: Während ich esse, lerne ich eine Dänin kennen, die mir ein Glas ihres Weines anbietet – selbstverständlich Malborough Sauvignon!

Neuseeländische Alpen bei Sonnenaufgang nahe Nelson

Am nächsten Morgen get es vieeeel zu früh per Bus weiter. Aber ich habe auch einen langen Weg vor mir: Mehrere Hundert Kilometer entlang der Westküste; insgesamt 10 Stunden Fahrt. Doch so lang kommt es mir nicht vor, denn die Landschaft ist einfach atemberaubend. Vorbei am Abel Tasman National Park, Stops an den Pancake Rocks, in Greymouth und Hokitika; natürlich immer entlang der Küste mit tollen Blicken auf den Ozean! Ein Teil dieser Strecke wird vom Lonely Planet – die Bibel des Reisenden, jede Nationalität würde mir zustimmen – zu den Top 10 Roadtrips der Welt gezählt.

pancake rocks - geschichtete Felsen auf der Südinsel von Neuseeland

Westküste der Südinsel von Neuseeland

Mein Ziel heißt übrigens Fox Glacier, eine kleine „Westernstadt“ mitten im Nirgendwo, aber ganz in der Nähe zum Fox Gletscher/Glacier. Naheliegend, dass ich am nächsten Tag eine Gletscherwanderung mache. Es ist ziemlich cool, mit Crampons und alpenstock (tatsächlich, das Wort ist wird auch im Englischen verwendet) durch das Eis zu klettern, das einfach mal blau in allen Schattierungen ist. Ziemlich unvorstellbar, dass du über meterdicke Eisschichten läufst, während die Sonne in deinem Nacken brennt… Definitiv war es informativ und irgendwie „öko“… Außerdem habe ich dabei mal extrem viele Fotos mit mir bekommen; ein anderer Deutscher war in meiner Wandergruppe und avancierte zu meinem persönlichen Fotografen. Ziemlich cool. Allerdings musste die Gruppe ständig auf uns warten.

Ich bei der Gletscherwanderung in Fox Glacier

Abends im Hostel gibt es Suppe umsonst (wieder Luxus!) und ich schlafe ziemlich gut. Am nächsten Morgen wird es wieder ein frühes Aufstehen werden, denn… tja, das erfahrt ihr im nächsten Teil!

Love you

P.S.: Beim Busfahren spielte es in meinem Kopf…

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