White water rafting bei Roturua

„Für Deutsche habt ihr einen ziemlich coolen Humor.“

Meinte unser Rafting-Tourleiter geradezu verwirrt, als wir einfach nicht aufhören wollten, zu lachen! Letztes Wochenende haben wir also eine Menge gegen das Klischee der immer ernsten Deutschen getan. Sprich, wir waren außergewöhnlich aufgedreht und übermäßig albern. Aber das lag am Adrenalin im Blut!!

Gruppenfoto nach dem White water rafting in roturua

Zusammen mit Caro, Liesa, Marielle und Robert bin ich „endlich“ mal wieder aus Auckland rausgekommen.Wir sind über das fast norwegische Karangahake Gorge und Hobbiton alias Matamata nach Tauranga an die Ostküste gefahren.

Flusslauf in der Karangahake Gorge

Nach einer kurzen Nacht im Hostel in unserem Privatdorm – es hat Vorteile, zu fünft zu reisen – sind wir frühmorgens aufgestanden, um einer meiner liebsten Freizeitbeschäftigungen in Neuseeland nachzugehen: Wir sind auf einen Vulkan geklettert. Und zwar auf den Mt Maunganui – meine schäbigen Maorikenntnisse (für die ich allerdings ein A+ bekommen habe!) übersetzen „Maunganui“ als „schlafender Berg“, kein Anspruch auf Korrektheit! Doch der Blick auf den Traumstrand am Fuße des Berges… wären wir nicht vom Aufstieg schon außer Atem gewesen: Es war atemberaubend. Neuseeland eben.

Weiter ging’s dann Richtung Rotorua, denn wir hatten Gutscheine für ein besonderes Abenteuer; Whitewater Rafting! Wer jetzt an Heidepark Soltau denkt, dem sei gesagt: Das ist nicht vergleichbar. Die einzige Gemeinsamkeit besteht vielleicht darin, dass beide Aktivitäten fließendes Wasser benötigen. (Wie u.a. ja auch duschen… got my point?)

Jedenfalls, bei Raftstrecken gibt es ein Wertungssystem für Flüsse. Ähnlich wie in der Schule reicht dieses von 1 bis 6, wobei 6 sozusagen unbefahrbar ist. Unsere Strecke war Grad 5, das heißt zahlreiche Stromschnellen, Strudel und jaaaa, Wasserfälle. Einer davon ist mit 6m der höchste touristisch befahrene der Welt.

Muss an dieser Stelle zugeben, dass ich einfach diesen Trip gebucht hatte, ohne mir vorher groß Gedanken zu machen, was mich genau erwartet. Als wir dann unsere Neoprenanzüge angezogen hatten und belehrt wurden, was wir tun sollten, wenn das Schlauchboot kentert und wir ins Wasser fallen und in eine Stromschelle geraten… wurde ich schon ein bisschen blass, glaube ich.

Schlauchboot am oberen Teil des Wasserfalls

Schlauchboot in den Fluten des zweiten Wasserfalls beim White Water Rafting

Aber die Tatsache, dass ich diesen Artikel schreibe, zeigt natürlich, dass wir (alle) das Abenteuer überlebt haben – supernass natürlich und unglaublich viel Wasser geschluckt, aber selten hat etwas so viel Spaß gemacht! Und das haben wir eben auch deutlich gezeigt. So sehr, dass die Engländer, die auch in unserem Boot saßen, letztlich wahrscheinlich mehr Angst vor den „verrückten Deutschen“ als vor dem Raften hatten…

Unser Schlauchboot im Wasser

Ich will das nochmal machen! 45 Minuten waren viel zu kurz! Danke nochmal an die Mädels und Robert für das geniale Wochenende! Wenn ich jetzt doch noch mein Sättigungsgefühl entdecken würde…

Love u

P.S.: Oh man, wie kann so ein kleines Land wie NZ so viele coole Bands haben?

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