Sevillas Plaza de España am Morgen

Nachtbus von Lissabon

Hola y viva España!

Es ist inzwischen zwar schon wieder einen halben Monat her, aber ich hatte tatsächlich auch mal zwei Tage sozusagen Urlaub – und da habe ich mich mit meiner family in Andalusien getroffen. Das erste Mal Spanien in meinem Leben!

Plaza de Espana

Plaza

Genauer gesagt bin ich nach Sevilla gefahren und zwar über Nacht, hat auch nur knapp 7 Stunden gedauert… Komfortabel war es sicherlich nicht, aber einfach unwiderstehlich günstig! Mit jovem-Rabatt (menos 26 anos) kostet eine Tour gerade mal 29 Euro. In Sevilla kam ich dann ziemlich früh um etwa 6:00 Uhr morgens und total übermüdet an… ich begegnete noch den Spaniern, die gerade vom Feiern nach Hause gingen. Naja, aber es hat auch etwas Gutes, so früh auf zu sein, also noch zusätzlich zum Sonnenaufgang: Touristenmagneten sind noch komplett menschenleer, so zum Beispiel die Plaza España mit wunderschönen Mosaiken aller Regionen Spaniens – die gelten als die spanische Antwort auf portugiesische Azulejos.

Azulejos

Teatro

Sevilla ist wirklich schön. Besonders cool sind die Pferdekutschen, die in Scharen in der Altstadt herumfahren. Ich denke, zum Shoppen ist es auch perfekt (gerade, was Schuhe angeht!) – aber zum Glück waren aufgrund eines Feiertages alle Geschäfte geschlossen.

Hotel

Torre

Von Sevilla bin ich mit zur Costa del Sol, in den kleinen Ferienort Torrox, wo ich ins Hotelapartment eingeschmuggelt wurde. Leider hatte ich nicht das Armband der „Halbpensionaten“, aber an der Strandpromenade gab es ca. 1000 Restaurants, also musste ich nicht verhungern.

Resort

Mittelmeer

Nachdem ich dort am nächsten Morgen auch gefrühstückt hatte (und gleichzeitig Interviews für meine Bachelorarbeit mit Mittelmeerblick transkribiert habe), sind wir landeinwärts nach Ronda gefahren, eine weiße Stadt mitten in den Bergen. Auf der Karte wirkte es gar nicht sooo weit, doch der größte Teil der Strecke führte über kurvige Landstraßen – und das dauerte seine Zeit. Aber zur Überbrückung gab es während der Fahrt sagenhafte Blicke von den grün-grauen Bergen bis hinunter zum tiefblauen Meer.

Ronda war übrigens auch ziemlich cool, das heißt, eigentlich war es nicht wirklich cool, eher „viel zu heiß“ – wie manche klagten… Ich denke, es ging sogar noch, aber sicherlich, es waren windstille 40°C und ja, das liegt definitiv auch über dem Lissabon-Durchschnitt! Doch die Stadt macht das schnell vergessen: Der Ausblick aufs Plateau und vor allem die Schlucht, welche die Stadt in der Mitte teilt, sind wirklich beeindruckend.

Schlucht Ronda

Ronda

Es ist irgendwie kaum zu fassen, dass mitten im staubtrockenen „Nichts“ eine so blütenweiße Stadt existiert. Und die Atmosphäre stimmt auch: Entspannte Leute, enge Gassen, Kopfsteinpflaster… und eine komplett vegetarische Tapasplatte, die ich leider vergessen habe zu fotografieren. Ich sage nur: Tostada mit Brie und Karamelsauce! Wie genial ist das?!

Galerie

Ronda Rua

Es war schade, dass ich am selben Abend von Málaga mit dem Bus schon wieder zurück musste. In Málaga habe ich leider nicht viel sehen können, weil ich echt unter Zeitdruck stand. Aber ich war in einem Supermarkt, wo mir auffiel, dass Portugals Lebensmittel schon noch einen Tick günstiger sind… überhaupt, ich muss an dieser Stelle sagen: Ich habe Lisboa so sehr vermisst, als ich in Andalusien war! Und die Stadt mich auch, glaube ich; mein Mitbewohner sagte, es hätte während meiner Abwesenheit die ganze Zeit geregnet (davor hatte es etwa 3 Monate lang nie geregnet – also ist das schon als Zeichen interpretierbar…)

Die Spanier waren übrigens verwirrt, aber zeigten im wahrsten Sinne des Wortes Verständnis, wenn ich „Maria-Portugiesisch“ angewendet habe. Es hat mir nur wirklich leid getan, dass ich ständig „obrigada“ gesagt habe. Doch wenn ich an all die Spanier (und auch viele andere Nationalitäten) denke, die hier nach Portugal kommen und voller Überzeugung „gracias“ rufen – dann finde ich, dass ich den kleineren, aber auf keinen Fall zu missachtenden Teil der Iberischen Halbinsel durchaus auf diese Weise vertreten durfte!

Oh je, und schon hat man patriotische Gefühle entwickelt – Portugal, ich werde dich vermissen, das weiß ich jetzt schon! Ist aber noch zu früh für saudedes!

Até mais, beijinhos

P.S.: De Málaga a Lisboa são nove horas de dis-tân-cia…

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