Venedigs Canal Grande mit Gondel

Zwei Tage in Venedig

Canal Grande und Basilica di Santa Maria della Salute im Nebel

Ich konnte in diesem Jahr keinen Sommerurlaub machen. Gewissermaßen habe ich das nun im Dezember nachgeholt und bin eine Woche allein durch Bella Italia gefahren. Dieses “antizyklische Reisen” hat den Vorteil, dass man selbst Touristenmagneten wie Venedig fast für sich allein hat.

Der Nachteil ist natürlich, dass das Wetter eher winterlich ist. Als ich in Santa Lucia aus dem Zug stieg, habe ich erst einmal nicht viel gesehen: Die Stadt lag im dichten Nebel. Aber das betont die geheimnisvolle Atmosphäre. Außerdem sind die Kanäle auch ohne Sonnenlicht türkis und die Weihnachtsbeleuchtung spiegelt sich im Sommer bestimmt nicht im Wasser.

Markusplatz in Venedig im Nebel

Venezianische Gondeln im Nebel

Die schönste Gasse von Venedig

Venedig bei Nacht mit Weihnachtsbeleuchtung

Gondeln vor der Rialtobrücke in Venedig

Schaufenster mit venezianischen Masken

"Nothing behind your masks" - Graffiti in Venedig

Mein Lieblingskanal in Venedig

Venedig ist eine echte Herausforderung für den Orientierungssinn. Mehr als einmal kam ich absolut nicht dort an, wo ich eigentlich hinwollte. Aber GPS und Google Maps wären Schummeln. Also habe ich versucht, möglichst unauffällig Personen zu verfolgen, die aussahen, als würden sie sich auskennen. Problematischerweise gibt es viele Straßen, die als Sackgassen enden – in denen die “Verfolgten” jedoch wohnen. Verwirrend sind auch die sotoportegos, niedrige Durchgänge unter Häusern, aus denen Menschen quasi aus dem Nichts neben dir auftauchen.

Ein niedriger Häuerdurchgang (Sotoportego) in Venedig

Essen gehen in Venedig ist ziemlich teuer. Im italienischen Vergleich fand ich die Restaurants auch nicht besonders gut, wobei das vegetarisch angehauchte La Zucca okay war. Lecker und erschwinglich sind dagegen Cicheti, die venezianische Variante von Tapas, die es zum Beispiel in Cafés gibt. Auf dem Foto ist es Weißbrot mit Ricotta, Honig und Walnüssen für 1,50 Euro. Wie wohl überall in Italien gilt: Überlegt euch genau, ob ihr im Café an einem Tisch setzen möchtet, das kostet nämlich extra. Im Zweifel den Cappuccino besser direkt an der Bar im Stehen trinken.

Cappuchino und Chiceti

Gondelfahren ist ebenfalls nicht wirklich drin, wenn man ein knappes Budget hat. Doch Venedig von der Wasserperspektive wollte ich mir trotzdem nicht entgehen lassen. Das geht auch problemlos, denn Busse sind in Venedig – naheliegend – Boote. Eine Fahrt mit dem Vaporetto kostet nur sieben Euro. Die Linie 1 fährt einmal den Canal Grande entlang und im Winter sind sogar Plätze ganz vorne auf dem Boot frei; was will man mehr.

Fahrt mit dem V

Gut, ein wenig Sonne könnte man noch wollen. Und am zweiten Tag in der Stadt habe ich sie dann tatsächlich gesehen! Das Licht beeinflusst die Stimmung dramatisch; Venedig sah komplett anders aus. Die Touristen haben sich mit den ersten Strahlen direkt vervielfacht. Deswegen hat mir Venedig im Nebel besser gefallen.

Venedigs Canal Grande mit Gondel

Ich auf der Rialtobrücke

P.S.: Soundtrack von einem gebürtigen Venezianer. 😉 

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